Bei der Produktion von Tabletten unterstützen
Als Chemielaborant:in wirkst du direkt an der Prüfung und Qualitätssicherung bei der Herstellung von Medikamenten mit. Oft geht es darum, Wirkstoffe oder Hilfsstoffe aus Tabletten auf chemische oder physikalische Eigenschaften zu untersuchen. Dabei sind Geduld, Zuverlässigkeit und Genauigkeit gefragt, aber auch Interesse an naturwissenschaftlichen Vorgängen.
Hier berichtet Luna Beck über ihre Ausbildung als Chemielaborantin beim Pharma-Unternehmen Pfizer in Freiburg.
Berufsbild – Chemielaborant:in
Was den Job ausmacht:
Du arbeitest direkt im Labor, mit chemischen Wirkstoffen und anderen Materialien, die für die Arbeit im Labor wichtig sind. Dabei kommen auch unterschiedliche technische Messgeräte zum Einsatz. Du erfüllst hierbei unterschiedliche Teilaufgaben in einem genau regulierten Prozess – etwa die Bestimmung von Hilfsstoffen und Wirkstoffen in Medikamenten, Messungen im Rahmen von Qualitätsüberprüfungen im Rahmen der Produktion von Tabletten oder die Herstellung von Reagenzien und Lösungen.
Was man für den Job braucht:
Geduld ist eine wichtige Eigenschaft. Viele Prozesse im Labor brauchen Zeit und werden oft wiederholt. Auch Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind wichtig, denn eine saubere Dokumentation der Abläufe im Labor gehört zum Alltag von Chemielaboranten dazu. Darüber hinaus ist ein grundsätzliches Interesse an chemischen oder physikalischen Vorgängen hilfreich. Quereinsteiger aus anderen Berufen mit Gesundheitsbezug sind gern gesehen – wie Arzthelfer:innen oder Pharmazeutisch-Technische-Assistent:innen (PTAs).
Warum der Job nicht nur ein Job ist:
Du arbeitest daran mit, dass Medikamente für verschiedenste Krankheiten in Tabletten- oder Kapselform hergestellt werden und irgendwann in die Apotheke kommen.
Was du noch über den Job wissen solltest:
Im Labor herrschen besondere Hygiene-Regeln, es muss in der Regel eine Schutzbrille getragen werden. Das heißt auch: Wer im Labor arbeitet, verzichtet im Arbeitsalltag auf Make up – das könnte Proben verunreinigen.
Textfassung Videointerview
Was macht deinen Beruf aus?
Meinen Beruf macht aus, dass ich in allererster Linie Menschen helfe und dass jeder Tag vielseitig ist.
Womit oder woran arbeitest du aktuell?
Aktuell bin ich in einem Labor, wo man mit einem AAS-Gerät arbeitet. Da kann man die einzelnen Atome in Stoffen rekonstruieren und das macht sehr viel Spaß.
Hast du ein Lieblingsgerät, eine Lieblingstechnologie, ein Lieblingstool?
Das jetzt unbedingt nicht so, aber es gibt eine Abteilung, die mir sehr viel Spaß macht, das ist das Rohstofflabor hier bei uns. Wir analysieren die Rohstoffe, bevor sie hier bei uns in der Produktion zur Tablette verarbeitet werden. Zellulose zum Beispiel, die als Bindemittel – also nicht die Wirkstoffe – sondern die Nebenstoffe, die mit in die Tablette gemischt werden.
Fun Fact über deinen Beruf, den man unbedingt wissen sollte.
Viele Leute glauben, dass der Tag im Labor immer gleich aussieht. Das ist aber auf jeden Fall nicht so, sondern wir haben auch hier viele verschiedene Abteilungen, viele verschiedene Labore und die beschäftigen sich mit vielen verschiedenen Sachen.
Pharma ist:
Verantwortung.